Franziska Englberger

Master of Conceptual Fashion Design
2015 – 2017 | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Bachelor of Arts (B.A.) Modedesign
2010-2015 | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Internship Design bei PERRET SCHAAD in Berlin
Dez. 2015 – Juli 2016

Kostümbildnerisches Praktikum bei SANDRA MÜNCHOW in Regensburg
Okt. 2009 – Juli 2010

Istanbul Atelier Stipendium der Kunsthochschule Burg Giebichenstein
Okt. – Dez. 2013

GiebichenStein Designpreis 2013
Okt. 2013


SLOMO STROBO

Sich in der Bewegung des Körpers stetig verändernd, formen sich die Muster im Auge des Betrachters immer wieder neu, fordern ihn auf, genau hin zu sehen, erzeugen Aufmerksamkeit und täuschen die Wahrnehmung. Klarheit und Transparenz treffen auf erstaunliche Effekte und die Illusion von Bewegung. Slomo trifft auf Strobo. Die Muster der Stoffe sind am Computer entstanden und digital auf Textilien, wie feine Seide und Baumwolle, sowie steife Panamagewebe gedruckt. Entworfen sind sie nach dem Figur-Grund-Problem. Das Auge versucht immer einen Vorder- und Hintergrund festzulegen. Die Muster lassen das nicht zu und die Kreise und Rechtecke geraten optisch in Bewegung oder suggerieren Räumlichkeit auf der starren Fläche. Die Schnittführung ist bewusst schlicht gehalten. So werden die Effekte nicht zerstört. Plötzliche Abweichungen der klassischen Schnitte brechen symbolisch gewohnte Konventionen. Sie werden skaliert oder wiederholen sich selbst. Auf den schwarz/weiß gemusterten Stoffen liegen halbtransparente, aus Spiegeln gefertigte Schmuckstücke. Ihre Linienmuster spielen mit den Drucken darunter. Der Blick des Betrachters dringt durch sie hindurch oder wird zurückgeworfen. Auf diese Weise entstehen Effekte in Spiegelung und Mustern die zusätzliche Verwirrung stiften. Ihre geometrischen flachen Grundformen sind von Knicken gestört. Wie Licht das durch ein Prisma schießt werden die spiegelnden Linien in neue Richtungen gelenkt.

 

Fotos: Kathrin Tschirner

http://kathrin-tschirner.com

Ein Projekt von Franziska Englberger


Coming soon/ Black Angel

Fotos: Saskia Lux

http://www.saskialux.de

Ein Projekt von Franziska Englberger


Coming soon/ Halle-Neustadt

Inspiriert von Jeff Koons Arbeiten, die klassisches Handwerk mit kindlich kitschigen und pornographischen Elementen kombiniert, entstand eine Männerkollektion, bei der klassische Herrenschnitte auf Elemente der Kinderbekleidung und des Fetisch treffen. Die Hemdstoffe wurden aufwändig mit Sieb und mehreren Pigmentlagen bedruckt oder gar mit einem Säureverfahren transparent freigelegt. Die Mäntel sind aus farbigem PVC gefertigt und lassen so die darunter liegenden Prints sichtbar, verändern lediglich den Farbeindruck. Dadurch soll der Effekt einer Collage entstehen, eben genauso wie in Jeff Koons Werken der Easy Fun Etheral Reihe. Von Koons Skulpturen aus der Celebration Serie inspiriert habe ich aus spiegelndem PVC einen Herrenmantel genäht, der auf gleiche Weise die Umgebung reflektiert, sowie verzerrt wiedergibt und so das Individuum darin verschwinden lässt.

 

Fotos: Kathrin Tschirner

http://kathrin-tschirner.com

Ein Projekt von Franziska Englberger


Panta rhei

„Verbindungen: Ganzes und Nichtganzes, Zusammengehendes und Auseinanderstrebendes, Einklang und Missklang und aus Allem Eins und aus Einem Alles.“

– Heraklit von Ephesus –

 

Schmuckanhänger aus verbundenen Kupferrohren

SS 2014 Gastsemester in Daniel Kruger´s Schmuckklasse

 

Mode: Jessica Zeitler – Heimat, Masterarbeit

Fotos: Denis Herzog

Ein Projekt von Franziska Englberger


verwickelt gewickelt

Ein schwarz-weißer Ringeljersey bildet die Basis dieser Kollektion. Mit Makrameeknoten in die quadratische Form gebracht, erinnert dieser an einen alten rauschenden Röhrenfernseher. Im Kontrast zu der steifen verknoteten Fläche stehen graphische Digitaldrucke auf Seidenstoff. Ein Moire´- Effekt wird hier durch zwei Stoffschichten erzeugt, wobei die untere die Seide und die obere ein Ausbrennergewebe mit abwechselnd schwarz deckend und transparenten Linien ist. Bei Bewegung entsteht ein flimmerndes sich veränderndes Bild auf dem Körper des Trägers; wie zum Beispiel sich drehende Vierecke.

 

A black and white striped jersey is the basis of this collection. Created in macramé knots and square cut it is reminiscent of an old rustling tube television. Graphical digital prints on fine silk contrast the firm knotted texture. The moiré effect is created by two layers: the silk fabric as the lower level and above a burnt out fabric with alternating black and transparent lines. Each movement creates a glimmering, constantly changing image such as rotating squares on the body of the person wearing it.

 

 

 

Fotos: Marco Warmuth

Ein Projekt von Franziska Englberger


Das Leben ist ein Spiel

Für diese Kollektion wurde ich von der Tracht meiner Heimat Bayern und von den wirbelnden Dirndlröcken beim Tanz inspiriert. Die Froschmaulfalte ist ein wiederkehrendes Motiv in verschiedenen Größen.

 

The form is inspired by the traditional costumes of my native home Bavaria and its swirling dirndl skirts. The repetitive motif of a frog’s mouth fold is used in various dimensions.

 

 

 

Fotos: Andreas Ludsteck

Ein Projekt von Franziska Englberger


walk on the wild side

Die Kollektion entstand unter dem Aspekt der Kontroversität. Klassische Herrenanzüge im Stil der 30er Jahre wurden per Sieb bedruckt mit Mustern, in denen Körperbemalungen von Gefängnisinsassen und Patienten der Psychiatrie abgebildet sind. Vor allem Darstellungen mit explizit sexuellem Inhalt, die auch in unserer heutigen, aufgeklärten Zeit noch für verschämtes Wegsehen und verächtliches Kopfschütteln sorgen. Damit wollte ich eine möglichst große Divergenz zwischen Schnitt und Stoff erlangen. Die Träger der Anzüge stecken damit gleichwohl in der Haut eines Gentlemans, als auch eines Verbrechers und spielen dem Betrachter bei einem flüchtigen Blick, einen förmlichen Eindruck vor, stoßen konservative Gegenüber jedoch bei genauerer Betrachtung mit ihrer Vulgarität ab.

 

The collection was created in the light of controversy. Patterns of body paintings from prison inmates and psychiatric patients were screen printed on classic men suits in the style of the 1930ies. I selected displays with explicit sexual content which even in today’s sophisticated age still may cause an embarrassed reeling in disgust and a contemptuous shake of a head. My objective was to create the greatest divergence possible between cut and fabric. This means for the wearer of the suit that he does not only represent a gentleman but also a criminal. The first impression of the viewer is that of a formally dressed gentleman but at closer inspection the vulgarity of the graphics will cause disgust.

 

 

 

Fotos: Marco Warmuth/ Franziska Englberger

Ein Projekt von Franziska Englberger


walk on the wild side again

Fotos: Andreas Ludsteck

Ein Projekt von Franziska Englberger


Der phantastische Zoo

Zu dem Thema „der phantastische Zoo“ sollte durch experimentelles Arbeiten ein skulpturales Objekt entstehen. Um mir Inspiration für diese Aufgabenstellung zu holen, besuchte ich einen Tierpark. Grundsätzlich stehe ich solchen Einrichtungen eher skeptisch gegenüber, denn auch wenn aussterbende Tierarten dadurch bewahrt werden können, müssen viele der eingesperrten Tiere ihr Dasein in nicht wirklich artgerechten Lebensbedingungen verbringen. So ist mir bei meinem Besuch ein fast vollständig gerupfter Papagei ins Auge gefallen. Nur vereinzelte Federn waren noch vorhanden, darunter sah man die dünne, rosa Hautschicht. Ich begann nach Methoden zu suchen, dieses lückenhafte Gefieder nachzuahmen. Die besten Ergebnisse erzielte ich damit, leicht flatternde Dämmfolie zu weben und die herausstehenden Enden zu Federn zu schneiden. Trotz der zerrupften Optik die ich erreichen wollte, war es mir wichtig eine ästhetische Oberfläche herzustellen, die ich schließlich in eine Form brachte, die einem überdimensionierten Papageienkopf gleicht.

 

The assignment was to develop an experimental and sculptural object based on the theme “fantastic zoo”. To get some inspiration, I decided to visit a proper zoo. In general, I have little support for this kind of establishment; even if endangered species can be conserved, the animals have to live in confinement and in many cases under inadequate living conditions. I saw a parrot with almost no plumage. Only a few feathers remained attached to its thin pink skin. I started looking for methods to imitate the patchy plumage. The best results were achieved by weaving slightly flittering insulating foil and cutting the protruding ends into feathers. This way, I achieved both a disheveled look but also an aesthetic surface which I then shaped into an oversized parrot head.

 

 

 

Fotos: Marco Warmuth

Ein Projekt von Franziska Englberger


Träume über 70

Die gesamte Kollektion ist entworfen nach dem Traum von Ursula Splett. Mit 93 Jahren träumt sie davon eine Reise ins alte Ägypten zu machen. Sie ist fasziniert von den Pyramiden und den Hieroglyphen. Die farbenfrohen Designs, die das Element der Pyramide immer wieder aufgreifen, sollen Frau Splett´s Optimismus und Lebensfreude widerspiegeln. In einer Gruppenarbeit mit Ameli Neumann haben wir Ulla zu unserer Pharaonin im Strickkleid gemacht.

 

One of Ursula Splett’s dreams is the main theme of this collection. With her 93 years she is dreaming about a trip to ancient Egypt. She is fascinated by the pyramids and hieroglyphs. The colorful designs which capture the element of the pyramid showcase Mrs Splett’s optimism and vitality. In a joint effort with Ameli Neumann we turned Ursula into our pharao in a knitted dress.

 

 

 

Fotos: Marco Warmuth

Ein Projekt von Franziska Englberger


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